Sorgfaltspflicht bei Tropenholz
Sicherheit bei Tropenholz
Die Vielfalt und Qualität tropischer Holzarten ist enorm. Die für Holzimporteure verpflichtende Sorgfaltspflicht schafft Sicherheit und Vertrauen beim Kauf von Importholz.
Der Handelsname Mandioqueira umfasst eine Gruppe von Arten innerhalb der Gattung Qualea, die im tropischen Südamerika vorkommen. Das Sortiment zeichnet sich durch große Variabilität in Farbgebung, Dichte und Dauerhaftigkeit aus. Daher werden dem Handelsnamen Mandioqueria häufig Zusätze für die einzelnen Arten, wie preta
(= schwarz, Ruizterania albiflora), rosa
(= rosabraun, Qualea dinizii) oder vermelha
(= rot, Q. paraensis) beigefügt, die sich auf die Farbe des Kernholzes beziehen. Hölzer der Gattung Vochysia sind Mandioqueira strukturell sehr ähnlich, lassen sich aber durch ihr niedrigeres Gewicht gut abgrenzen. Für die Verwendung als Bodenbelag, v. a. Terrassendielen, sollte das Holz eine ausreichende Dichte aufweisen, um die physikalisch-technologischen Anforderungen zu erfüllen. Da der Name Mandioqueira regional auch für Hölzer anderer Gattungen verwendet wird, ist eine eindeutige Kennzeichnung nach DIN EN 13556 empfohlen.
Der helle, grau bis gelbliche Splint ist je nach Art meist vom dunkleren Kernholz abgegrenzt. Die Farbe des Kernholzes ist variabel, von hellgrau über rosa bis rotbraun oder violett/braun. Zuwachszonengrenzen sind entweder deutlich oder auch undeutlich abgegrenzt. Poren sind mittelgroß bis groß und z. T. mit weißen Inhaltsstoffen gefüllt, die auf Querschnitten und Längsflächen deutlich zu sehen sind. Der Faserverlauf ist mitunter wellig und auch Wechseldrehwuchs kommt vor. Feuchtes Holz kann einen sehr unangenehmen Geruch haben.
Gelblich- bis rötlichbraunes Holz mit poriger Struktur und meist unauffälligem Holzbild.
Die Be- und Verarbeitung ist abgesehen von Faserausrissen bei Wechseldrehwuchs und verminderten Standzeiten der Werkzeugschneiden durch mögliche SiO2-Einlagerungen problemlos. Ebenso verhält es sich mit Verklebung und Oberflächenbehandlung. Verbindungen mit Schrauben und Nägeln halten gut und sollten vorgebohrt werden. Mandioqueira lässt sich gut messern und schälen.
Aufgrund der Artenvielfalt in diesem Handelssortiment ist die natürliche Dauerhaftigkeit nicht einheitlich, Kernholz von Mandioqueira kann jedoch in Anlehnung an DIN EN 350 größtenteils in Klasse 3 (mäßig dauerhaft) eingestuft werden.
Mandioqueira wird sowohl für den Außen- als auch für den Innenbereich verwendet. Schwere Partien werden zu Terrassendielen, Schiffsdecks, Containerböden oder Rahmenhölzern verarbeitet.
Qalea brevipedicellata, Q. cordata, Q. dinizii, Q. glaberima, Q. lancifolia, Q. paraensis, Q. parviflora, Q. rosea, und Ruizterania albiflora, R. wittrockii.
ATIBT (ed.) 1998: Atlas des bois tropicaux d’Amérique latine. Association Technique International de Bois Tropicaux, Paris. 218 pp.
CIRAD-Forêt 2009: Fiches techniques. TROPIX 6.0. tropix.cirad.fr
IBAMA o. J.: Database of Brazilian woods. (www.ibama.gov.br)