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Frohe Weihnachten

In vielen Gegenden Europas war er Tradition: der Weihnachtsscheit, auch Christblock, Christklotz, Julblock genannt. Mit Ablösung der Holzöfen durch andere Heizsysteme schlief dieser Brauch allerdings vielerorts ein. Im Wesentlichen ging es immer darum, einen Holzklotz in den Kamin zu legen, der über die sogenannten Rauhnächte hinweg langsam verschwelte. Der Klotz wurde Heiligabend ins Feuer gelegt und sollte – je nach Gegend – bis Silvester oder bis zum Dreikönigstag brennen.

Nicht alle Holzarten können sich im Kaminfeuer so lange halten, deshalb wurde fast immer die sehr langsam brennende Eiche verwendet. Die Asche verteilte man in der Hoffnung auf gute Ernte über den Feldern. Die verkohlten Reste des Christklotzes wurden aufgehoben, da sie das Haus gegen Unglück schützen sollten.

Der Christklotz, alten Bildern nach zu urteilen eher ein Stamm, soll über die Rauhnächte hinweg brennen.

Bild von Robert Alexander Hillingford (1828 – 1904).

Heute hat sich die Tradition des Weihnachtsscheites vom Kamin auf den Esstisch verlagert: Von Frankreich ausgehend breitet sich der Brauch aus, zu Weihnachten als Nachtisch einen holzförmigen Kuchen zu servieren. Konditoren übertrumpfen sich gegenseitig mit möglichst realistischer Darstellung von Borke und Blättern. Es gibt unzählige Varianten: Rezepte und Bilder finden sich am schnellsten mit dem Suchbegriff „Bûche de Noël“ – nicht zu verwechseln mit dem klassischen „Baumkuchen“.

Wir wünschen erholsame Feiertage!