Die längste Nacht
Die Nacht vom 21. zum 22. Dezember ist die längste des Jahres, Wintersonnenwende ist am heutigen 21. Dezember um 16:03 Uhr. Es herrscht derzeit also erhöhter Lichtbedarf. Eine der ersten „künstlichen“ Lichtquellen der Menschheit war der Kienspan. Er diente von der Steinzeit bis in das 19. Jahrhundert hinein zur Beleuchtung. Kerzen waren im Vergleich sehr viel teurer.
Zur Herstellung wird besonders harzreiches Holz benötigt, ideal ist das Holz der Kiefer. Wird die Baumrinde verletzt, produziert der Baum mehr Harz, um die Wunde zu schließen. Auch in alten Wurzelstümpfen lagert sich über die Jahre viel Harz an. Spaltet oder schneidet man diese harzreichen Teile des Baumes in dünne, gleichmäßige Stücke, erhält man Kienspan.
Ein Mann und eine Frau tragen Kienspäne bei der Arbeit, aus Olaus Magnus’ Historia de gentibus septentrionalibus von 1555.
Die Kienspanernte ist ziemlich mühsam. Outdoor-Profis geben im Netz ausführliche Tipps und erklären genau, woran man gutes Kienholz erkennt. Es gehört etwas Erfahrung dazu, es im Wald zu finden. Ist viel Harz im Holz, brennt der Kienspan hell und gleichmäßig ab. Die Kiefer verdankt wohl dem Kien ihren heute gebräuchlichsten Namen: Aus Kien und Föhre entstand die seit dem 15. Jahrhundert bezeugte Bezeichnung „Kiefer“. Andere Namen für die Kiefer sind Kienbaum, Fackel- und Feuerbaum.
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