Aus welchem Holz geschnitzt?
Helles, weiches, gleichmäßig gewachsenes Holz eignet sich hervorragend zum Schnitzen. Linde ist deshalb wohl das beliebteste Schnitzholz bei Künstlern. Sie lässt sich hervorragend auch mit feinen Eisen bearbeiten, was filigrane Details in der Skulpturengestaltung zulässt. Schon Anfänger und Kinder kommen hier mit wenigen Werkzeugen zu guten Ergebnissen.
Wie fein Lindenholz bearbeitet werden kann, sieht man am besten an mittelalterlichen Altarbildern und Heiligenstatuen. Häufig wurden die Figuren nicht nur sorgfältig aus dem Holz herausgearbeitet, sondern zusätzlich farbig gefasst (also bemalt) und vergoldet.
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Doch es muss ja nicht direkt spätgotische Bildhauerkunst werden. Für absolute Beginner gibt es vorgefräste Schnitzrohlinge, zum Beispiel von Tieren oder Krippenfiguren. Ruhig mit den etwas größeren Figuren anfangen, denn je kleiner die Ornamente werden, desto schwieriger wird das Unterfangen. Und wer nicht selbst schnitzen möchte, verschenkt zu Weihnachten einfach einen Rohling zusammen mit einem guten Messer, einem Schnitzhandschuh – und vielleicht einer Packung Pflaster.
Schnitzen ist eine der besten Übungen, um Holzarten richtig gut kennenzulernen: hart, weich, astig, faserig, glatt usw. Man merkt schnell, wie vielfältig die Hölzer sind.